Teréz Brunszvik

Unsere Namensgeberin

Teréz Brunszvik ist eine  Pionierin der Pädagogik, die den ersten Kindergarten in Ungarn gründete, eine große Persönlichkeit in der ungarischen Reformzeit.

Teréz Brunszvik wurde 1775 in Pozsony geboren. Ihr Vorbild war ihr Vater, der zunächst Sekretär, dann Rat in der Pozsonyer Kammer war. 1784 gewinnt Pest-Buda den Status einer Hauptstadt zurück, die Regierung zieht um und mit ihr muss auch die Familie Brunszvik umziehen. Nach dem Tod ihrer Schwester, beteiligt sich Teréz an der Erziehung ihrer hinterbliebenen Kinder.

1808 besucht sie Pestalozzi auf, um bei in Fragen der Erziehung Rat zu suchen. 1826 stößt sie auf Samual Wilderspins Buch „Infant School“, das sie stark beeinflusst. 1828 eröffnet sie auf der Grundlage von Pestalozzis und Wilderspins Arbeiten den ersten Kindergarten nicht nur Ungarns, sondern ganz Mitteleuropas, den sogenannten „Engelsgarten“. Der Kindergarten wurde unter großen Schwierigkeiten in aller Stille eröffnet; nur wenige wussten von den Vorbereitungen. Der erste Kindergarten befand sich im Haus ihrer Mutter. Den „Engelsgarten“ besuchten zwei- bis siebenjährige Kinder, die nach englischem Vorbild von männlichen Lehrern unterrichtet wurden. Der Grundunterricht war breit gefächert, begonnen wurde mit Gebeten und Liedern, darauf folgte der Unterricht von u. a. Sachkunde.

Schon 1828 eröffnete Teréz Brunszvik die Handarbeitsschule, die Mädchen, die den Kindergarten verließen, besuchen konnten. 1829 eröffnete sie zwei weitere Kindergärten in Buda und einen in Pest und noch im gleichen Jahr konnte sie den ersten Kindergarten auf dem Land, in Besztercebánya eröffnen. Die ersten vier Kindergärten führte Teréz bis 1832 persönlich, bis sie dann unter die Aufsicht des Budaer Frauenwohltätigkeitsvereins kamen. Auch danach arbeitete sie unermüdlich weiter, veranlasste weitere Kindergartengründungen und reiste viel ins Ausland, wo sie auch die dortigen Kindergärten besuchte.

Teréz Brunszvik war eine der ersten, die die Aufmerksamkeit auf Kinder zwischen zwei und fünf Jahren lenkte, wohl wissend, wie wichtig dieser Entwicklungsabschnitt für den späteren Erwachsenen ist: „Die frühe Erziehung ist am wichtigsten. Was man als Kind sieht, hilft einem ein Leben lang, sich am Guten zu orientieren.“